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Pressemitteilung vom 01. August 2008
vom 05.08.2008

40 Jahre Folienfabrik Kirschneck
Von Malerwalzen zu Polyethylen-Folie

Innerhalb der vergangenen vier Jahrzehnte ist sie stetig und solide gewachsen, die Folienfabrik Kirschneck in Selb, die im Sommer 1968 mit der ersten Folienblasanlage in Produktion ging und heute mit 120 Mitarbeitern über 20.000 Tonnen Polyethylen pro Jahr zu Folie verarbeitet.

Firmeninhaber Toralf Kirschneck sieht dankbar darauf zurück, was seine Eltern, die Firmengründer geschafft haben, er blickt auf viele erfolgreiche Jahre und zuversichtlich in die Zukunft: „Zwar bereiten der angespannte Rohstoffmarkt und die hohen Energiekosten einiges Unbehagen, doch der Folienmarkt boomt ganz offensichtlich weiter.“

Hergestellt werden recyclingfähige, transparente oder farbige Industriefolien aus Polyethylen im Stärkenbereich ab 0,009 bis 0,5 Millimeter in Breiten von 10 Zentimetern bis zu zwölf Metern. Der Rohstoff Polyethylen und Strom sind zwei wesentliche Kostenfaktoren, die der 44-jährige Geschäftsführer ebenso wachsam im Auge behält wie alle anderen wichtigen Belange des Unternehmens. Die nach individueller Rezeptur hergestellten, umweltfreundlichen Folien können in der eigenen Fachabteilung nach Kundenwunsch mehrfarbig bedruckt werden. Dann gehen sie entweder als Rollenware in den Verkauf oder werden in der Fertigung weiterkonfektioniert zu Beuteln, Säcken, Zuschnitten oder Hauben. Größtenteils handelt es sich um Verpackungsfolien mit besonderen Eigenschaften, zum Beispiel Schrumpfhauben, Schläuche für Verpackungsstraßen und Reifen- oder Kleidersäcke. In den letzten Jahren hat sich das Unternehmen mehr und mehr auf Marktnischen spezialisiert, so werden nun auch spezielle Lebensmittelverpackungen oder rostvermeidende Verpackungen von Stahlteilen, etwa für die Automobilindustrie hergestellt.

Dabei fing alles ganz anders an: In den Fünfziger Jahren waren noch sogenannte Malerwalzen zum Tünchen gefragt – Innenräume wurden generell gestrichen, bunte Blumenmuster und farbige, gerollte Verzierungen an den Wänden waren der Renner. Der Großvater des heutigen Firmeninhabers betrieb mit seinen beiden Söhnen ein Familienunternehmen, das Muster für Malerwalzen herstellte und mit Malerzubehör handelte, unter anderem auch mit Malerfolie. Gegen Ende der Sechziger Jahre kippte der Markt: Tapeten eroberten die Wohn- und Schlafzimmer. Einer der beiden Brüder, Horst Kirschneck, war als geschäftstüchtiger Verkäufer viel unterwegs. Er sah die Trendwende kommen und fasste rechtzeitig den mutigen Entschluss, etwas anderes zu machen. Tatsächlich dachte er zusammen mit seiner Ehefrau Helga darüber nach, Tapeten herzustellen. Doch Helga Kirschneck erzählt, eines Tages sei er von einer Geschäftsreise heimgekommen und habe festgestellt: „Jetzt weiß ich, was wir machen: Wir produzieren Folie!“ – Er hatte eine Folienblasanlage gesehen und war ebenso fasziniert wie überzeugt davon, dass das der weitere Weg sein würde.

Eine gute und vorausschauende Entscheidung, wie sich schon bald herausstellte, vor allem Maler- und Baufolien wurden damals viel gebraucht. Die Firmengründer Helga und Horst Kirschneck führten die Folienfabrik erfolgreich und bauten mit viel Mut und Fleiß das solide Fundament, auf dem das Unternehmen heute steht. Während Helga Kirschneck telefonisch verkaufte und die komplette kaufmännische Seite abdeckte, kümmerte sich ihr Mann vorwiegend darum, dass die Produktion gut lief und besuchte Kunden. Sohn Toralf hat bereits als kleiner Junge seine Eltern in der Folienfabrik unterstützt, kannte sich nicht nur an den Maschinen aus, sondern auch im Büro. Er begriff zeitig, worauf es ankommt, wenn man ein Geschäft führen will: Auf Marktkenntnis, wirtschaftliches Denken, Führungsqualitäten – und Fleiß. Mitten in seinem Mathematikstudium verstarb sein Vater unerwartet früh im Oktober 1985, zu diesem Zeitpunkt hatte das Unternehmen etwa 40 Mitarbeiter. Toralf Kirschneck schaffte den Spagat, als 21-Jähriger voll in die Firma einzusteigen und währenddessen sein Studium mit Auszeichnung zu beenden. Seit nun fast 23 Jahren leitet der Diplom-Mathematiker das Unternehmen erfolgreich zusammen mit seiner Mutter, die sich auch heute noch aktiv engagiert.

Ein Unternehmer „nah an seinen Mitarbeitern“ ist er, der mehrfach täglich seine Runden durch die Produktion dreht, auch nachts, um nach dem Rechten zu sehen. Jede seiner Maschinen kennt er genau und stellt sie notfalls auch ein oder um – in Anzug und Krawatte sieht man ihn daher eher selten. Wie jetzt, zur jährlichen Hauptversammlung der Kirschneck AG, die vor sieben Jahren als Muttergesellschaft der Folienfabrik gegründet wurde. Dies war ein weiterer mutiger Schritt, das Unternehmen voranzubringen: Kirschneck hatte die Vision, Kapital für neue Investitionen über die Ausgabe von Aktien zu beschaffen. Auch wenn die Platzierung nicht ganz so mühelos verlief wie erhofft, konnten doch innerhalb der folgenden fünf Jahre 11,8 Millionen Euro investiert und 20 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden. In der Hauptversammlung, in deren Anschluss die Jubiläumsfeier stattfand, konnten sich die Aktionäre von den beispielhaften Zahlen überzeugen, welche die Bilanz 2007 wieder ausweist. Eine angemessen gute Dividende wird auch dieses Jahr ausgeschüttet.

Das Geschäft läuft weiterhin gut, alle Maschinen sind auf Wochen voll ausgelastet. Im Jahr 2007 lag der Umsatz bei knapp 32 Millionen Euro, für 2008 wird gar die 35 Millionengrenze angepeilt. „Dabei spielen allerdings auch die steigenden Rohstoffpreise eine Rolle“, betont Kirschneck.

Im Jubiläumsjahr geht der Unternehmer, der auf eine Vielzahl treuer und zuverlässiger Mitarbeiter bauen kann, ein weiteres, sorgfältig entwickeltes Projekt an: Schwerpunkt der laufenden 3,75 Millionen Euro Investition ist eine spezielle Reckanlage zur Herstellung von atmungsaktiven Membranfolien, wie sie zum Beispiel in der Textil- oder Baubranche und im Hygienebereich verarbeitet werden. Weiter wird eine zusätzliche Extrusionsanlage der neuesten Generation in Betrieb genommen, um die oft unzureichende Kapazität aufzustocken. „Stillstand ist Rückschritt, deshalb haben wir uns entschlossen, weiter zu investieren“, sagte Kirschneck zur Hauptversammlung und ließ keine Zweifel aufkommen, dass auch die nächsten Jahre gut gewirtschaftet wird.

Nach wie vor gibt es übrigens die Möglichkeit, sich am Unternehmen zu beteiligen: Die nicht börsennotierten Kirschneck-Aktien werden zu einem Festpreis ausgegeben, das Kapital investiert. Die Aktionäre erhalten eine Gewinnbeteiligung in Form von Dividende. Infos dazu und Kontakt unter www.kirschneckfolien.de


Kirschneck GmbH
Folienfabrik, vertreten durch den Geschäftsführer Dipl.- Math. Toralf Kirschneck
Chr.-Krautheim-Str. 100+106
95100 Selb

Tel. 09287 / 9912-11
Fax 09287 / 9912-37
Email: kontakt@kirschneckfolien.de
Internet: www.kirschneckfolien.de


Aktueller Ausgabepreis der Kirschneck-Aktien: € 40,60 pro Stück

Zugrunde liegen die veröffentlichten Zeichnungsbedingungen und der Verkaufsprospekt der Kirschneck AG (Stand: Oktober 2001, herunterzuladen unter: www.kirschneckfolien.de -> IR-Portal -> Prospekt -> Emissionsprospekt herunterladen). Verkauf vom Erstbesitzer, ToKi GmbH & Co. KG, 95100 Selb



Historie der Folienfabrik Kirschneck:

1968 Firmengründer Helga und Horst Kirschneck kaufen die erste Folienblasanlage und produzieren Baufolie in Selb-Plößberg, Sohn Toralf ist 4 Jahre alt

1973 Kauf eines Grundstücks im Industriegebiet Nord 3 in Selb und Baubeginn der ersten großen Produktionshalle. In den folgenden Jahren Bau einer weiteren Produktionshalle und einer Recyclinganlage zur Rückgewinnung von Rohstoff aus Folienabfällen. Gleichzeitig ständige Erweiterung des Maschinenparks und der Mitarbeiterzahl

1985 Unerwartet früher Tod des Firmengründers Horst Kirschneck, Sohn Toralf steigt 21-jährig während seines Mathematikstudiums ins Unternehmen ein
Mitarbeiterzahl: etwa 40

1991 Neubau eines Bürogebäudes sowie einer Konfektionshalle

1994 Neubau einer weiteren Konfektions- und Lagerhalle
Mitarbeiterzahl: etwa 65

2001 Gründung der Kirschneck AG als Muttergesellschaft der Folienfabrik Kirschneck
Mitarbeiterzahl: etwa 95

2002-2006 Investition von 11,8 Millionen Euro in eine weitere Produktionshalle, Ladezonenüberdachung, mehrere neuartige Folienblasanlagen, Wickeltechnik und Fuhrpark

2003 Übernahme des „Kerimpex“-Anwesens auf dem angrenzenden Grundstück (Bürohaus und Lagerhalle)

2008 Beginn einer 3,75 Millionen Euro Investition in neueste Fertigungstechnik und weitere Lagerräume
120 Mitarbeiter


Umsatzentwicklung:

1969 52 Tausend Euro
1975 1,4 Millionen Euro
1980 6,5 Millionen Euro
1990 8,5 Millionen Euro
2000 22,8 Millionen Euro
2007 31,8 Millionen Euro

IR-Portal der Kirschneck AG online!
vom 09.11.2001

Die Firma Kirschneck AG er?ffnet ihr IR-Portal auf dem Emissionsmarktplatz. Informieren Sie sich ?ber das attraktive Beteiligungsangebot des Unternehmens im IR-Portal und erfahren Sie mehr zum Unternehmen auf den Internetseiten.

www.emissionsmarktplatz.de/anleger/emissionen/kirschneck/



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